Wahlanalyse - CDU schaut nach vorn

11.10.2020

 

Von Entmutigung durch das Wahlergebnis der Kommunalwahl vom 13.09.2020 war auf der Mitgliederversammlung der CDU im Bürgerhaus wenig zu spüren. Stadtverbandsvorsitzende Christina Westemeyer sprach allen Wahlkämpfern Dank und Anerkennung für ihren Einsatz aus. Eine detaillierte Analyse der Zahlen stellt im Anschluss Christoph Boge vor. “Unsere Fraktion muss drei Mandate abgeben, das ist bitter. Die Ergebnisse in den Wahlkreisen waren teilweise hauchdünn. Zwei oder drei Stimmen entscheiden über das Direktmandat. Wir sind nun in einer Situation wie in der Periode 2009 bis 2014. Eine Mehrheit kann mit den beiden kleinen Parteien oder mit den Grünen gebildet werden. Wir sind zu Gesprächen in alle Richtungen offen. Eine absolute Mehrheit im Rat allerdings hat die CDU zuletzt im Jahr 1979 erreicht, wie ein Rückblick auf länger zurückliegende Wahlen zeigt.“

Kritisch beleuchtet wurde das Fehlen des eigenen Bürgermeisterkandidaten. Christina Westemeyer: „Wir haben die Wirkung des Bürgermeisters als Zugpferd für die grünen Ratskandidaten unterschätzt. Ganz sicher aber werden wir bei der nächsten Wahl mit einem eigenen Kandidaten oder einer Kandidatin antreten“.

Bei der Frage, ob die CDU die richtige Kommunikationsstrategie hatte, gab es unterschiedliche Meinungen. Ein Teilnehmer beklagte: „Dass die Positionen der CDU in der Berichterstattung der Tageszeitung zu wenig übermittelt werden“ Im Bereich der Sozialen Medien allerdings wurden die Fortschritte gelobt: „Da sind wir viel besser geworden, aber hier muss dringend weitergearbeitet werden.“

Auch die Setzung der Themen im Wahlkampf und die Positionen in der Ratsarbeit wurden in der Sitzung engagiert diskutiert. Dabei kam das ganze Themenspektrum von Wohnungsbau, Schulpolitik über die Verkehrspolitik bis hin zur Finanzpolitik auf den kritischen Prüfstand.

In der Zusammenfassung gaben die Teilnehmer den Verantwortlichen mit auf den Weg, die gute Sacharbeit im Rathaus weiter fortzusetzen. Das Marketing und die Entwicklung eigener Kommunikationswege aber zu verbessern, durch intensiver Mitgliederwerbung mehr Jüngere für die politische Arbeit zu begeistern und die Fraktionsarbeit offener zu gestalten.